{"id":21,"date":"2007-10-19T10:35:42","date_gmt":"2007-10-19T08:35:42","guid":{"rendered":"http:\/\/wibi.homeip.net\/wp_fam\/?page_id=21"},"modified":"2023-05-22T07:39:03","modified_gmt":"2023-05-22T05:39:03","slug":"das-alte-stein-haus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/titelseite\/das-alte-stein-haus\/","title":{"rendered":"Kapitel 5: Das &#8220;alte&#8221; Haus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie das &#8220;alte&#8221; (Stein-)Haus durch Peter Windbichler in die Familie gekommen ist<\/strong><\/p>\n<p>Vorausgeschickt sei, dass die Windbichlers, als Gregor W. offenbar nicht mehr Bauer sein konnte oder wollte, und Wagner wurde, kaum etwas hatten.<\/p>\n<p>Nur: Auf der Wiese zwischen Karnerhaus (<em>heutiges Gasthaus Windbichler<\/em>) und Hofst\u00e4tten (<em>Gneist-Ackerl und Puchegger<\/em>) stand ein kleines Blockhaus, wo dem Peter Windbichler seine Eltern (<em>also Gregor Windbichler, geb. 26.2.1746, und seine Frau Theresia, geb. Puz)<\/em> eine Tabaktrafik (<em>und wahrscheinlich auch schon eine Art Kr\u00e4merei<\/em>) gehabt haben. Dass sie dort auch gewohnt haben, scheint unwahrscheinlich, denn in der Geburtsbest\u00e4tigung f\u00fcr Peter W. aus 1814 werden sie als \u201eZuwohner beym Andreas Haberbichler n\u00e4chst der Pfarrkirch\u201c genannt.<\/p>\n<blockquote><p>Dieses Haus wurde vom seinerzeitigen Bromberger Pfarrer Anton Ernst (1671 \u2013 1675), als er schon Propst in Reichersberg war, im Jahr 1682 als Wirtshaus bei der Pfarrkirche erbaut.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie Peter W. 1819 seine erste Frau geheiratet hat, wurde die Trafik auf Nr. 115 \u00fcbertragen und nach dem Tode seiner Eltern wurde das Blockhaus demoliert (1818 &#8211; 1820). Allerdings scheint Peter W. dort wieder ein H\u00e4uschen errichtet zu haben, wie aus einer Streitverhandlung wegen des G\u00e4rtchens bei diesem H\u00e4uschen hervorgeht (siehe <a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/titelseite\/kapitel-6-altvater-peter-windbichler\/\">Details zu Peter W.<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Aber nun zum \u201ealten\u201c Steinhaus:<\/strong><\/p>\n<p>Dieses alte Haus, erstmals erw\u00e4hnt 1503, aber m. M. viel \u00e4lter, war eine <strong>Kapelle zum hl. Michael<\/strong>, somit eine Totenkapelle, zus\u00e4tzlich der <strong>hl. Maria<\/strong> geweiht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-137 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/10_framed.png\" alt=\"\" width=\"142\" height=\"174\" \/><\/a>\u00a0(Paramentenaltar)<\/p>\n<p>Bevor die heutige Pfarrkirche in den Jahren 1471 \u2013 1496 gebaut wurde, standen also blo\u00df diese Kapelle und der aus dem 12. Jhdt. stammende Turm, welcher als Bergeturm gegolten hat, allein \u2013 neben der abgerissenen, weil wahrscheinlich bauf\u00e4lligen Altkirche.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist es wenig logisch, dass so kurz nach der 25-j\u00e4hrigen Kraftanstrengung des Baues dieser Kirche gleich wieder daneben eine Kapelle zugebaut worden sein sollte.<\/p>\n<blockquote><p>Wenn auch andere Quellen sagen, dass diese Michaelsbruder- schaftskapelle erst nach 1500 errichtet wurde, so gibt es Hinweise, dass am Platz der heutigen Kirche schon vorher eine Kirche bestand, was sich aus Mauerresten ergeben soll, die man gefunden hat. Das wieder spr\u00e4che daf\u00fcr, dass die Kapelle auch schon da war, weil sie vermutlich auch Beinhaus war.<\/p><\/blockquote>\n<p>Leider sind dar\u00fcber auch im Stift Reichersberg, das ja seine Priester zur Christianisierung der Buckligen Welt schon im 12. Jhdt. nach Bromberg entsendet hatte, keine Aufzeichnungen zu finden, was eher erstaunlich ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-139 size-full alignleft\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/11_framed.png\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"124\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die obige Darstellung, einem Bild \u00fcber die Pfarrkirche entnommen, das ebenfalls um 1500 entstanden ist, zeigt deutlich wie diese Kapelle urspr\u00fcnglich ausgesehen hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-115 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/02_framed.png\" alt=\"\" width=\"129\" height=\"182\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-141 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/12_framed.png\" alt=\"\" width=\"156\" height=\"142\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/13.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-143 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/13_framed.png\" alt=\"\" width=\"163\" height=\"142\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit dem Bergeturm, vor dem sie stand, k\u00f6nnte sich obiges Bild ergeben haben, wobei hier die angeblich vor dem Kirchenneubau (1471-1496) bestandene Kirche mangels Anschauungsmaterials nicht ber\u00fccksichtigt ist.<\/p>\n<p>Am 16.8.1792, also wohl nach, aber sicher bedingt durch Josef II, der \u201e\u00fcberfl\u00fcssige\u201c Kl\u00f6ster und Kirchen profanieren lie\u00df, wobei alle sakralen Gegenst\u00e4nde da bleiben mussten, <strong>verkaufte Pfarrer K\u00e4ser diese Kapelle an Johann Paul und Anna Maria Wazilek (auch Watschileck)<\/strong>. Wazilek d\u00fcrfte die Kapelle zum Wohnhaus erweitert haben, dabei kamen m\u00f6glicherweise die K\u00fcche, das Stiegenhaus und das kleine Zimmer zum Hof ebenso dazu wie das Bodenzimmer. Nur die aufgelassene Kapelle zu belassen, h\u00e4tte wenig Sinn gemacht.<\/p>\n<p>Wazilek d\u00fcrfte Schneider gewesen sein, seine Frau war Kr\u00e4merin nach ihrem ersten Mann Franz Lang.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-147 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/15_framed.png\" alt=\"\" width=\"138\" height=\"182\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p><strong>Kaufbrief Kapelle<\/strong><br \/>\nRundstempel<br \/>\n(unleserlich)<\/p>\n<p>Heut unter Endes gesezten Tag und Jahr hat Johann Paul Wazileck Kr\u00e4mer alhier und sein Eheweib Ana Maria mit Genehmhaltung des hochw\u00fcrdigen Herrn Felix K\u00e4ser derzeit Pfarrer in Bromberg die zur Pfarrkirche geh\u00f6rige im Gottes Acker in besagten Bromberg erbaute und auf h\u00f6chsten Befehl gesperte Kapelle nach durch die Kirchenv\u00e4ter und den Pfarrhofk\u00fcster vorgenohmene Sch\u00e4zung pro dreyssig sechs Gulden k\u00e4uflich dergestalt an sich gebracht, als obbemeldeter Johann Paul Wazileck und sein Eheweib hinf\u00fcro zur Kirche als Unterthanen auf= angenohmen und erk\u00fcrt worden, anbey soll auch obbesagte nunmehr zu einem Haus erbaute Kapelle nach dero Absterben den hinterlassenen Kindern mit dieser Bedingnis zufallen, so hier\u00fcber die gerichtliche Sch\u00e4zung vorgenohmen und der Kirche die landesgebr\u00e4uchlichen Taxen entrichtet werden m\u00fcssen. Anbey ist auch j\u00e4hrlich am Kirchenrechnungstage n\u00e4mlich acht Tage nach dem Fest des Fronleichnamstages der Kirche ein Gulden Dienst und ein Gulden Robothgeld zu entrichten. Urkund dessen ist dieser Kaufbrief entrichtet und von den Betreffenden unterfertiget worden.<\/p>\n<p>Gegeben im Pfarrhof zu Bromberg<br \/>\nden 16ten August 792<\/p>\n<div align=\"right\">Laurentz H\u00e4res Leben als Kirchenvatter<br \/>\nUrban Baumgartner under Kirchen Vatter<\/div>\n<p>Felix K\u00e4ser Pfarrer<br \/>\nJohan Georg Lindtner M\u00fcllermeister und Pfarrhofk\u00fcster<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Anmerkung auf der R\u00fcckseite:<br \/>\n<\/em>Kaufbrief der Kapelle per 36 Gulden<\/p>\n<p>Bemerkt soll hier werden, dass die Geb\u00e4ude um die Kapelle, dann Haus Nr. 115, auch die Nrn. 114 und 116 hatten, doch ist von diesen Geb\u00e4uden kaum noch N\u00e4heres bekannt.<\/p>\n<p>Doch damit sind wir noch immer erst am Anfang der Geschichte.<\/p>\n<p><strong>Franz Lang, geb. 1737, gest 12.1.1789<\/strong>, vermutlich zugezogen aus Wopfing, hat 1758, vielleicht in einem Geb\u00e4ude neben der Kapelle, eine Kr\u00e4merei begonnen, deren offizieller Betrieb ihm am 28.4.1786 von der damals zust\u00e4ndigen Kreishauptmannschaft Traiskirchen genehmigt wurde.<\/p>\n<p>Siehe dazu auch das <a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=47\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dokument v. 21.3.1786<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/14.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-145 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/14_framed.png\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"102\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/24.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-197 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/Bild-24-Hutte-von-vorne_framed.png\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"136\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>M\u00f6glicherweise war es diese \u201eH\u00fctte\u201c<\/strong>\u00a0<strong>oder ein Vorl\u00e4ufer davon, in der Lang mit seinem Gesch\u00e4ft begonnen hat. (Diese H\u00fctte gab es bis in die 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts und sie diente auch Wohnzwecken. Sie fiel dem Neubau beim Haus 115 zum Opfer). Vielleicht war aber neben der Kapelle schon ein Ansatz eines Hauses errichtet worden. Siehe die diesbez\u00fcgliche Anmerkung im Kaufbrief: \u201e&#8230;nunmehr zu einem Hause erbaute Kapelle&#8230;\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Lang hat am 10.6.1760 die <strong>Anna Maria Sch\u00f6nberger, geb. 1741<\/strong>, geheiratet, mit der er zumindest zwei Kinder (Simon, geb. 25.10.1768, gest. 25.10.1818 im Haus Nr. 116, und Anna Maria, geb. 1.12.1773, gest. 14.7.1830) hatte. Lang verstarb am 12.1.1789 und seine Witwe hat die Kr\u00e4merei offenbar weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Sie heiratete am 3.11.1791 den J.P. Wazilek (geb. 1746, gest. 15.5.1821 im Haus Nr. 116)<\/strong>, der mit ihr zusammen 1792 die Kapelle kaufte und zu einem Wohnhaus (+ Kr\u00e4merei ?) adaptierte.<\/p>\n<p>Die Tochter der <strong>Sch\u00f6nberger-Lang-Wazilek, Anna Maria Lang(in), geb. 1.12.1773<\/strong>, hat die Kr\u00e4merei mit oder neben ihrer Mutter weitergef\u00fchrt, denn sie scheint in den alten Kirchenmatriken auch als Kr\u00e4merin auf. Diese Anna Maria Langin, \u00fcbrigens eine Analphabetin, wie aus der Heiratsurkunde mit Peter W. hervorgeht, hatte einen <strong>unehelichen Sohn namens Johannes, geb. 17.2.1815<\/strong>.<\/p>\n<blockquote><p>\u00dcber dessen Vater namens Michael Friedrich, Holzknecht aus Gf\u00f6ll(?), steht im Taufbuch der Pfarre Bromberg nach der Taufeintragung f\u00fcr den Sohn Johannes vermerkt: \u201eObiger Michael Friedrich hat sich in Gegenwart des Unterfertigten als Vater des Kindes freiwillig bekannt, ist derselbe wohlbekannt und hat gebeten als Vater hier eingetragen zu werden\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>ALTVATER Peter Windbichler, geb. 6.2.1784, bis dahin wohnhaft in Nr. 92<\/strong> (= Haberbichler\/Gasthaus Windbichler), und vermutlich Wagnermeister wie sein Vater, hat die Anna Maria Langin, geb. 1.12.1773, schon wohnhaft in Nr. 114 bzw. 116, am 1.2.1819 geheiratet. Er musste sich fortan auch um den unehelichen Sohn, \u00fcber den nichts N\u00e4heres vorliegt, k\u00fcmmern und ist ab dann wahrscheinlich vorwiegend auch Kr\u00e4mer gewesen. Eigene Kinder hatten sie nicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/16.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-149 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/16_framed.png\" alt=\"\" width=\"145\" height=\"142\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/17.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-151 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/17_framed.png\" alt=\"\" width=\"138\" height=\"182\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p><strong>Ehevertrag<\/strong><\/p>\n<p><u>Ehevertrag<\/u><br \/>\nHeute zu Ende stehenden Tag und Jahr ist mit herrsch\u00e4ftlichen Vorwissens und Bewilligung, und in Gegenwart der gefertigten Beyst\u00e4nde, zwischen Peter Windbichler l: St: major: von Hofst\u00e4dten unter der Herrschaft Krumbach als Br\u00e4utigam <u>eines<\/u>, dann der Anna Maria Langin l: St: behauste Unterthanin der Pfarrkirche und Kr\u00e4merin zu Bromberg als Braut <u>andern Theils<\/u>, nachfolgender Ehevertrag .\/. welcher aber erst nach erfolgter priesterl. Einsegnung seine Rechtskraft erhalten soll :\/ abgeredet und beschlossen worden.<br \/>\n1tens Verheurathet die Braut ihrem Br\u00e4utigam ihre eigenth\u00fcmliche Behausung am Kirchhofe Sub No: 116. \/: worumend er sich auch gleich zur H\u00e4lfte beyw\u00e4hren lassen k\u00f6nne:\/ samt dabey sich befindlichen Kr\u00e4mmerey und Kr\u00e4mmerwaren etc: gegen deme, da\u00df er alle im Vertrage laut diesem Protokolle fol: 40 verso vorkommende Bed\u00fcngnisse erf\u00fcllen soll.<br \/>\n2tens Widerlegt solches der Br\u00e4utigam seiner Braut mit 40 fl W:W. als ein erspartes Eigenthum dergestalt, da\u00df sowohl Heurathgut als Widerlag, wie auch jenes, was sie beyde w\u00e4hrend der Ehe ererben, erwerben oder sonst auf eine rechtliche Art an sich bringen, ein gleiches und gemeinsch\u00e4ftl= Gut seyn und verbleiben soll.<br \/>\n3tens Ist ausdr\u00fccklich bedungen worden, da\u00df nachdeme die Braut einen Sohn Nahmens Johann N: vier Jahr alt bey Leben hat, da\u00df selber von dem Br\u00e4utigam als ein wirklich leiblichen Sohn anerkannt worden, dergestalt, da\u00df selber in den vollen Rechten der eheleiblichen Kinder vor und nach dem Tode seiner \u00c4ltern an und aufgenommen seyn soll; daher sollen die gesamten Kinder nach einem oder des anderen Theil Ableiben die H\u00e4lfte des einen Verm\u00f6gen zu beziehen haben, und die andere H\u00e4lfte den \u00fcberlebenden Theil geh\u00f6ren; in Ermanglung derley Erben aber soll das ganze Verm\u00f6gen dem \u00fcberlebenden Theil zufallen. Womit dieser Ehevertrag geschlossen, geh\u00f6rig gefertiget, und der l\u00f6bl. Herrschaft zur Ratifikation vorgeleget worden.<br \/>\nBromberg den 29.ten J\u00e4nner 819<br \/>\nSiegellack<\/p>\n<div align=\"right\">Peter Windbichler als Br\u00e4utigam<br \/>\nAnna M. Langin als Braut<\/div>\n<p>Karl Wehner m.p.<br \/>\nPfr. und Grundherr<br \/>\nJohann Puchegger als ersuchter Namensunterschreiber der Braut<br \/>\nJoseph Ponweiser als Landrichter und Zeug<br \/>\nPhilipp Haller als Zeug<\/p><\/blockquote>\n<p>Analphabeten ben\u00f6tigten einen eigenen Namensunterschreiber.<\/p>\n<p>Die Anna Maria Windbichler starb am 14.7.1830 an \u201eAuszehrung\u201c und Altvater Peter (er kam durch den Ehepakt mit Anna Maria jetzt offensichtlich zum Haus) <strong>heiratete bereits am 12.10.1830 (!) die Katharina Grabner<\/strong>, geb. 12.8.1802, gest. 12.9.1881. Sie stammte vom Trauerschmidhaus Nr. 53 aus Schlatten.<\/p>\n<p><em>Anmerkung: Was aus der Mutter Anna Maria Wazilek geworden ist, der ja eigentlich das Haus zu verdanken ist und was in der Folge mit ihrem Ehemann Johann Paul war, war bislang nicht eruierbar, allerdings sein, aber nicht ihr Todesjahr.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=19\">&lt;&lt; Voriges Kapitel<\/a> | <a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=22\">N\u00e4chstes Kapitel &gt;&gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie das &#8220;alte&#8221; (Stein-)Haus durch Peter Windbichler in die Familie gekommen ist Vorausgeschickt sei, dass die Windbichlers, als Gregor W. offenbar nicht mehr Bauer sein konnte oder wollte, und Wagner wurde, kaum etwas hatten. 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