{"id":22,"date":"2007-10-21T13:40:53","date_gmt":"2007-10-21T11:40:53","guid":{"rendered":"http:\/\/wibi.homeip.net\/wp_fam\/?page_id=22"},"modified":"2023-05-21T11:34:02","modified_gmt":"2023-05-21T09:34:02","slug":"kapitel-6-altvater-peter-windbichler","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/titelseite\/kapitel-6-altvater-peter-windbichler\/","title":{"rendered":"Kapitel 6: Altvater"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-153 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/18_framed.png\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"127\" \/><\/a>Peter Windbichler,<br \/>\ngeb. 6.2.1784, gest. 22.9.1854<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Da\u00df Peter Windbichler den 7. Feber 784 \/ den siebenten Februar Ein tausend sieben vier und achtzig \/ Sohn des Gregor Windbichler Zuwohners beym Andreas Haberbichler n\u00e4chst der Pfarrkirch und Theresia dessen Ehegattin gebohren wurde wird hirmit laut Pfarr-Tauf Buch Litt B. Pag. 158 best\u00e4ttiget<\/p>\n<p>Pfarrhof Bromberg, den 13tn. J\u00e4nner 814<br \/>\nRoman Schuhbauer<br \/>\nPfarrprovisor<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Diese Originalbest\u00e4tigung ist im Familienbesitz<\/em>.<\/p>\n<p><em>Dem unterfertigten Pfarrprovisor macht diese Best\u00e4tigung aber keine Ehre! Wie damals \u00fcblich wurde P.W. am Tag nach seiner Geburt getauft, und das war am 7.2.1784. Geboren wurde er am 6.2.1784, was aus mehreren schriftlichen Anmerkungen meines Gro\u00dfvaters, aber auch aus dem Ahnenpass aus der unseligen Nazi-Zeit, ersichtlich ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Mein Gro\u00dfvater, Johann Windbichler, geb. 1866, war ja wirklich ein fabelhafter Chronist, sonst w\u00e4ren wohl so weit zur\u00fcckreichende famili\u00e4re Informationen verloren! Zu seinem Gro\u00dfvater Peter f\u00fchrte er weiter an:<\/strong><br \/>\n<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\u00bbAuf der Wiese zwischen Karnerhaus (<em>Anm.: heutiges Gasthaus Windbichler<\/em>) und Hofst\u00e4tten (Gneist-Ackerl u. Puchegger) stand ein kleines Blockhaus, da haben meinem Gro\u00dfvater Peter Windbichler seine Eltern (<em>Anm.: also Gregor Windbichler und seine Frau Theresia Puz<\/em>) eine Tabaktrafik (Anm.: <em>und wahrscheinlich auch schon eine Kr\u00e4merei<\/em>) gehabt. Wie mein Gro\u00dfvater P.W. die Langin geheiratet hat, wurde die Trafik auf N 115 \u00fcbertragen, und nach dem Tode der Eltern von Gro\u00dfvater wurde das Blockhaus demoliert (1818 \u2013 1820).\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Allerdings scheint P.W. zumindest das Grundst\u00fcck behalten und vielleicht dort wieder ein H\u00e4uschen errichtet zu haben, weil er 1842\/1843 mit vier Hofst\u00e4ttner Bauern wegen eines G\u00e4rtchens bei diesem H\u00e4uschen in Streit verfangen war und sogar die Herrschaft Krumbach und Kirchschlag um Hilfe anrief. Da bekam er wohl recht, aber die Bauern nahmen das Urteil nicht entgegen. Wie die Sache ausging, ist leider nicht aktenkundig, wohl aber der Streitver<\/em>lauf:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Protokoll vom 15. Dez. 1842<\/strong><br \/>\naufgenommen bei der Herrschaft Krumbach und Kirchschlag in Sachen<br \/>\nPeter Windbichler, Kleinh\u00e4usler und Kr\u00e4mer in Bromberg<br \/>\n&amp;<br \/>\ndie 4 Hofst\u00e4tter Bauern namens Simon Ponweiser, Johann Schwarz, Anna Maria Fuchs und Mathias Binder im Amt Schlatten<br \/>\num Dartuung der von ihnen gemachten Ber\u00fchmung hinsichtlich meines G\u00e4rtchens bei sonst ewigem Stillschweigen.<br \/>\nGegenw\u00e4rtig die Gefertigten.<br \/>\nEs erscheint Peter Windbichler, Kleinh\u00e4usler und Kr\u00e4mer von Bromberg und bringt:<br \/>\n\u00dcber mein m\u00fcndlich gemachtes Ansuchen wurde am 5. August d.J. hinsichtlich des Anspruches der 4 Bauern der Rotte Hofst\u00e4tten namens Simon Ponweiser, Johann Schwarz, Anna Maria Fuchs und Mathias Binder auf mein bei meinem H\u00e4uschen befindlichen G\u00e4rtchen unter Beiziehung der genannten 4 Bauern eine Lokalkommission zusammengerufen und dabei diesen letzteren nachgewiesen durch Aufschlagung des Weges und des Parzellen-Protokolls und erteilter Belehrung bedeutet, dass das oberw\u00e4hnte G\u00e4rtchen nicht auf ihrem Grunde stehe und daher von mir hinwegen nichts anzusprechen h\u00e4tten.<br \/>\nUngeachtet dessen aber suchen mich diese Hofst\u00e4ttnerbauern auf alle m\u00f6gliche Art zu neken und drohen mir auch den Zaun zu meinem mehrgedachten G\u00e4rtchen wegzurei\u00dfen, indem sie noch immerfort behaupten, dass das ersterw\u00e4hnte auf ihrem Grunde stehe. Dass diese Bauern den Grund von meinem G\u00e4rtchen ansprechen und mir drohen den Zaun von selbem wegzurei\u00dfen, kann ich im Falle ihres Widerspruchs durch den Zeugeid erweisen.<br \/>\nUm nun diesen Mekereyen ein Ende zu machen und endlich Ruhe bekomme, sehe ich mich gen\u00f6tigt den Schutz der l\u00f6blichen Herrschaft anzusuchen und indem ich zugleich widerspreche, dass das bei meinem H\u00e4uschen befindliche G\u00e4rtchen auf dem Grunde der 4 Hofst\u00e4tter Bauern angelegt wurde, bitte ich das l\u00f6bliche Gericht gem\u00e4\u00df, dem Simon Ponweiser, Johann Schwarz und dem Mathias Binder sowie auch der Amaria Fuchs aufzutragen, dass sie in Betracht meines G\u00e4rtchens ihr vermeintliches Recht und ihre Behauptung so gewi\u00df gegen mich ausf\u00fchren, widrigens ihnen hierauf das ewige Stillschweigen auferlegt werden w\u00fcrde.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Als Folge dessen ist noch auf der Au\u00dfenseite des Protokolls zu lesen:<br \/>\n<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Den Gegnern mit dem Bemerken zuzustellen, dass sie hier\u00fcber ihre Beantwortung oder Klage binnen 30 Tagen so<br \/>\ngewi\u00df zu \u00fcberreichen haben, widrigens ihnen diesfalls das ewige Stillschweigen auferlegt werden w\u00fcrde.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Nachbemerkung des Gerichtsdieners Holzer:<br \/>\n<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Zugestellt den 2tn. J\u00e4nner 1843 zu Handen Johann Schwarz.<br \/>\nWurde von denen 4 Bauern zu Hofst\u00e4tten die \u00dcbernahme und \u00dcberschrift verweigert, daher dem Gerichtsgeschworenen Jakob Schichtner \u00fcbergeben.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>So weit, so interessant!<\/em><\/p>\n<p>Das jetzige alte Haus Nr. 115, vorher Nr. 114 und\/oder auch Nr. 116, wurde von der Pfarre Bromberg unter Pfarrer K\u00e4ser am 16.8.1792 an Johann Paul Wazilek und dessen Frau Ana Maria, verwitwete Lang(in) verkauft, es war eine Kapelle zum heiligen St. Michael.<\/p>\n<p>Im Jahre 1758 hat Franz Lang im (<em>Anm.: eher <strong>beim<\/strong><\/em>) Hause Nr. 115 (Kapelle), vielleicht in der schon erw\u00e4hnten H\u00fctte (Nr. 116?) mit Bewilligung der Gemeinde Schlatten eine Kr\u00e4merei errichtet. Im Jahre 1786 suchte F. Lang bei der Herrschaft Kirchschlag um die beh\u00f6rdliche Genehmigung zur Aus\u00fcbung einer Kr\u00e4merei an, welches Ansuchen vom Kreishauptmann Traiskirchen am 28.4. 1786 \u00fcber Abstimmung der Kr\u00e4mer und Handelsleute bewilligt wurde. (Siehe diesbez\u00fcgliches <a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=47\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dokument v. 1786<\/a>).<\/p>\n<blockquote><p>Diese Passagen aus den Aufzeichnungen meines Gro\u00dfvaters scheinen merkw\u00fcrdig, kam doch das Haus erst 1792 von der Kirche in weltlichen Besitz. Vielleicht stand neben der Kapelle bereits die sp\u00e4ter als Bier- und Brandweinschank bezeichnete H\u00fctte, was auch die unterschiedliche Hausnummerierung erkl\u00e4ren k\u00f6nnte. Denn der Verkauf der Kapelle in 1792 h\u00e4ngt wohl mit der Josefinischen Verf\u00fcgung, \u201e\u00fcberfl\u00fcssige\u201c kirchliche Geb\u00e4ude zu ver\u00e4u\u00dfern, zusammen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Franz Lang starb 1789 und seine Witwe Ana Maria f\u00fchrte wohl die Kr\u00e4merei weiter, heiratete den J. P. Wazilek und sie kauften 1792 die Kapelle.<\/p>\n<p>Von Wazilek und seiner Frau ging das Geb\u00e4ude an deren <strong>Tochter Ana Maria (!) Lang (Langin) <\/strong>\u00fcber. Peter Windbichler, geb. 6.2.1784, hat die Tochter Ana Maria Lang am 29.1.1819 geheiratet. Von der Lang war ein unehelicher Sohn da, um welchen sich Peter W. annehmen musste, der hie\u00df Johann und wurde adoptiert (\u201e<em>adapiert<\/em>\u201c).<\/p>\n<p>Die Anna Maria Windbichler starb am 14.7.1830 an \u201eAuszehrung\u201c und Altvater Peter (er kam durch den Ehepakt mit Anna Maria jetzt offensichtlich zum Haus), <strong>heiratete bereits am 12.10.1830 die Katharina Grabner<\/strong>, geb. 12.8.1802, gest. 12.9.1881. Sie stammte vom Trauerschmidhaus Nr. 53 aus Schlatten.<\/p>\n<p><em>Es sind jedenfalls 4 Kinder zur Welt gekommen, und zwar ein <strong>Anton<\/strong>, der am 27.12.1831 zur Welt kam, aber bereits am 11.1.1832 an der Fraisen (=Krampfzust\u00e4nde) verstarb, weiters <strong>Johann, geb. 19.6.1838<\/strong>, Rosalia, verehelichte Panis (Panb\u00e4urin) und Anna Maria, verehelichte Hofst\u00e4tter, Kleinh\u00e4usler St\u00f6gersbach Nr. 3, jetzt Stocker. Hofst\u00e4tter war Zimmermann.<\/em><\/p>\n<p>Peter Windbichler betrieb die Kr\u00e4merei und war wohl auch noch Wagnermeister. Die Waren zur K\u00e4merei verschaffte er sich aus Wien, da es in Wr. Neustadt noch keine Einkaufsquellen gab. Er hatte eine Kraxe, welche noch lange im Haus aufbewahrt worden war und ging und teilweise fuhr er mit Fahrgelegenheiten und auch mit dem Schlepper am Kanal Wr.Neustadt \u2013 Wien, Eisenbahn gab es dazumal nicht, nach Wien.<\/p>\n<p>Peter Windbichler diente beim Milit\u00e4r 4 Jahre 10 Monate und erhielt am 9. Juli 1813 seinen Abschied.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/19.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-155 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/19_framed.png\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"140\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-157 size-full\" src=\"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/20_framed.png\" alt=\"\" width=\"132\" height=\"182\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Altvater Peter Windbichler starb \u00fcbrigens bereits am 22.9.1854, so dass ihn unser Hauptchronist GROSSVATER Johann, geb. 1866, nicht mehr kannte.<\/p>\n<p>Siehe dazu auch die Dokumente von 1855 bez\u00fcglich <a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=49\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Einantwortung<\/a> und <a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=50\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erbteilung<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=21\">&lt;&lt; Voriges Kapitel<\/a> | <a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=23\">N\u00e4chstes Kapitel &gt;&gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peter Windbichler, geb. 6.2.1784, gest. 22.9.1854 Da\u00df Peter Windbichler den 7. 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