{"id":28,"date":"2007-10-21T14:02:20","date_gmt":"2007-10-21T12:02:20","guid":{"rendered":"http:\/\/wibi.homeip.net\/wp_fam\/?page_id=28"},"modified":"2007-10-21T14:02:20","modified_gmt":"2007-10-21T12:02:20","slug":"kapitel-12-gedenkbuch-1896-1947","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/titelseite\/kapitel-12-gedenkbuch-1896-1947\/","title":{"rendered":"Kapitel 12: Das &#8220;Gedenkbuch&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong>(unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der <a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=29\" target=\"_blank\">Ereignisse im M\u00e4rz 1938<\/a> und der <a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=30\" target=\"_blank\">Wirren zum Kriegsende 1945<\/a>)<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Mein Gro\u00dfvater Johann (II.) W. (1866-1947) bezeichnet es zwar als Gedenkbuch ab 1869, angelegt von seinem Vater Johann (I.) W. (1838-1921) und von ihm selbst. Es ist aber nach der Handschrift faktisch alleine sein Werk, wahrscheinlich weitgehend verfasst in den 40er Jahren.<\/p>\n<p>Die Anmerkungen sind zu ausf\u00fchrlich, um sie alle wiederzugeben, denn viele Vorkommnisse, wie Br\u00e4nde und Todesf\u00e4lle etc. sind kaum von nachhaltigem Interesse.<\/p>\n<p>Ich habe daher die Ausz\u00fcge nach eigenem Gutd\u00fcnken ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Was meinen Vater, meinen Gro\u00dfvater und meinen Urgro\u00dfvater pers\u00f6nlich betrifft ist <strong>fett<\/strong> geschrieben.<\/p>\n<p>Anmerkungen von mir erscheinen <em>kursiv<\/em>.<\/p>\n<p>Sonstiges:<br \/>\nHaus Nr. 115 = heute Hauptstrasse 13,<br \/>\nHaus Nr. 14 = heute Markt 18,<br \/>\nHaus Nr. 16 = heute Markt 16.<\/p><\/blockquote>\n<p>01. 03. 1869 Postamt er\u00f6ffnet. Anfangs hat <strong>Vater (Johann I.)<\/strong> selbst den t\u00e4glichen Botengang nach Erlach verrichtet.<\/p>\n<p>1869 Turm bei der unteren Kirche gebaut.<\/p>\n<p>1870 untere Kirche gew\u00f6lbt.<\/p>\n<p>05. 05. 1870 Brodladen am Kirchenplatz abgetragen. War ein H\u00fctte, wo alle Sonntag Brod verkauft wurde.<\/p>\n<p><strong>14.-26.06.1875 Sparherd gemacht (120 Fl)<\/strong><\/p>\n<p>09. 07. 1875 grosses Wasser<\/p>\n<p>08. 06. 1876 sehr grosses Wasser<\/p>\n<p>1879 Bau der Schule Oberschlatten, vorher mussten die Kinder aus Michlbach und Oberschlatten nach Bromberg gehen.<\/p>\n<p>1879 \u2013 1884 Bau der Strasse \u00fcber den Steigberg, durch Bromberg bis Oberschlatten.<\/p>\n<p>06. 08. 1881 Commissionszug nach Pitten.<\/p>\n<p>07. 08. 1881 Er\u00f6ffnung der Eisenbahn Wien \u2013 Pitten.<\/p>\n<p><strong>12. 9. 1881 Grossmutter Katharina im 80. LJ gestorben.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n28. 10. 1881 Eisenbahn bis Aspang.<\/p>\n<p>30. 10. 1881 den neuen Friedhof eingeweiht. <\/p>\n<p>01. 08. 1882 F\u00fcrsterzbischof bei uns  gefr\u00fchst\u00fcckt u. umgezogen.<br \/>\n26. 07. 1883 das 1. Mal \u00fcber die neue Strasse gefahren.<\/p>\n<p>09. 04. 1884 Holzgel\u00e4nder der neuen Strasse aufgestellt. <\/p>\n<p>30. 05. 1884 das Gedenkbild Maria Zell eingeweiht. Cooperator Sch\u00f6ppl mit 300 Wallfahrern nach Maria Zell gegangen. 87 Jungfrauen beim Einzug in Bromberg, 3 Geistliche und Gemeindevertretung mit Musik und P\u00f6llerschie\u00dfen eingezogen.<\/p>\n<p>08. 06. 1884 durch 2 Geistliche und einer grossen Prozession die Kapelle in Schweissenbach eingeweiht und im selben Jahr am Fronleichnamstag des 1. Mal in Verwendung genommen.<\/p>\n<p>28. 07. 1884 die Steinstufen beim Friedhof aufgestellt.<\/p>\n<p>08. 09. 1884  60. Priesterjubil\u00e4um von Hieronimus Klaftenberger.<\/p>\n<p><strong>1884 Schulgrund gepachtet.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n14. 11. 1884 Collaudierung der Strasse.<\/p>\n<p>1884 die Pests\u00e4ule am Kirchenplatz neu aufgestellt, da selbe wegen Strassenbau versetzt werden musste.<\/p>\n<p>15. 06. 1885 Pfarrer Klaftenberger erh\u00e4lt das goldene Verdienst-kreuz.<\/p>\n<p>1885 die Kastanien und Linden auf der Strasse bis Schweissenbach gesetzt.<\/p>\n<p>1886 Ende Feber und Anfang M\u00e4rz grosse K\u00e4lte.<\/p>\n<p>03.+ 04. 05. 1886 viel Schnee und K\u00e4lte.<\/p>\n<p><strong>08. 06. 1886 Kaufvertrag von Haus Nr. 14 verfasst.<\/strong><\/p>\n<p>29. 06. 1886 grosses Wasser, ebenso am 09. u. 23. 07. grosses Wasser.<\/p>\n<p><strong>17. 08. 1886 Vater in den Bezirksschulrat gew\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n<p>24. 10. 1887 bis 09. 11. Strassenbau Klingfurt, was zur Gemeinde geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>1888 Erweiterung des Friedhofes.<\/p>\n<p>10. 12. 1888 Maria Jeitler (Groihoferin, Schlatten 30) wegen Mordes an ihren beiden M\u00e4nnern zum Tode verurteilt. <\/p>\n<p>Anna Handler h\u00e4lt in ihrer beachtenswerten Erz\u00e4hlung \u201eDer Groihof im Wandel der Zeiten\u201c fest, dass die Gattenm\u00f6rderin \u201enur\u201c zu schwerem Kerker verurteilt wurde.<\/p>\n<p>11. 03. 1889 Landbrieftr\u00e4gerdienst eingef\u00fchrt (1. Bote war Anton Rosenfeld).<\/p>\n<p>21. 05. 1889 Coop. Sch\u00f6ppl wird Pfarrer in Thernberg.<\/p>\n<p>1889 Linden beim Friedhofstor gesetzt.<\/p>\n<p><strong>1889 die vorderen Kastanienb\u00e4ume beim Haus 115 gesetzt.<\/strong><\/p>\n<p>10. 05. 1892  Wasserleitung zur Schule.<\/p>\n<p>23. 02. 1893 Gr\u00fcndung des Landwirtschaftliches Casinos.<\/p>\n<p>08. 04. 1894 Glockenaufzug in der Kapelle Oberschlatten.<br \/>\n02. 09. 1894 Raiffeisenkasse er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>15. 11. 1894  Gelasius Ilg Pfarrer ( kam von Edlitz,  Klaftenberger<br \/>\n2 mon vorher verstorben).<\/p>\n<p>23. 04. 1895 Strassenbau durch Schlatten angefangen.<\/p>\n<p>05.+ 06. 06. 1895 grosser Wolkenbruch mit Hagel verw\u00fcstet das Schlattenthal, <strong>im unteren Gesch\u00e4ft Wassereinbruch<\/strong>.<\/p>\n<p>13. 06. 1895 Statthalter Graf Kielmannsegg besichtigt den Schaden und gab ein Geschenk von 200 Fl.<\/p>\n<p>17. 06. 1895 Strassentrassierung.<\/p>\n<p>19. 06. 1895 der Bezirkshauptmann verteilte an die Besch\u00e4digten 1245 Fl.<\/p>\n<p>01. 07. 1895 Fahrpost er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>26. 01. 1896 Gr\u00fcndung des Veteranenvereins.<\/p>\n<p>13. 04. 1896 um 7 Uhr fr\u00fch 1. Spatenstich zum Schulhaus.<\/p>\n<p><strong>23. 08. 1896 Vater von der Gemeinde Ehrendiplom erhalten<\/strong>.<\/p>\n<p>12. 05. 1897 Schneefall im Mai, sehr schlechtes Wetter.<\/p>\n<p>17. 07. 1897 Gr\u00fcndung und Spritzeneinweihung der Feuerwehr Bromberg.<\/p>\n<p>30. 09. 1897 Kuchelbacher Ludwig als Lehrer hergekommen.<\/p>\n<p>10. 10. 1897 Schule in Bromberg durch Bezirkshauptmann und Schulinspektor er\u00f6ffnet. <\/p>\n<p><strong>11. 02. 1899 Hochzeit Johann (1866) mit Josefine Bauer aus Wr. Neustadt.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n1899 altes Schulhaus adaptiert.<\/p>\n<p>18. 08. 1900 70. Geburtstag des Kaisers feierlich abgehalten.<\/p>\n<p>12. 11. 1902  Gendarmerieposten  er\u00f6ffnet. 1. Gendarm  Wammerl<br \/>\nund Vacek. 1911 Auflassung u. baw. Betreuung von Hochwolkers-dorf aus.<\/p>\n<p>1903 bis 1907 Wildbachverbauung mit Str\u00e4flingen und S\u00fcdtirolern.<\/p>\n<p><strong>11. 02. 1904 das obere Haus 115 mit einem Schuldenstand von 18.000 Fl \u00fcbernommen.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n1904 Br\u00fccke \u00fcber Landbach bei Schweigerm\u00fchle gebaut.<\/p>\n<p>10. 06. 1906 Turmkreuz bei der unteren Kirche geweiht.<\/p>\n<p>11. 1906 Kastanien beim Schulhaus gesetzt.<\/p>\n<p>1907 Strasse nach Breitenbuch gebaut (von Erlacherstrasse aus).<br \/>\n (Kosten 1.700).<\/p>\n<p><strong>10. 07. 1907 Mutter (Viktoria, geb. Platzer) gestorben.<\/strong> <\/p>\n<p><strong>01. 04. 1908 bis September unteres Haus Nr. 16 gebaut.<\/strong><\/p>\n<p>15. 03. 1909 Postamt in das untere Haus Nr. 16 verlegt.<\/p>\n<p><strong>18. 04. 1909 Bezirkshauptmann \u00fcberreicht dem Vater (1838) f\u00fcr seine Verdienste in der Gemeinde das goldene Verdienstkreuz.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n27. 06. 1909 Nach Renovierung Einweihung der Kapelle in Breitenbuch.<\/p>\n<p>26. 09. 1909 Gr\u00fcndung der Feuerwehr Oberschlatten.<\/p>\n<p>13. 11. 1909 Pf. Ilg vom Bez.Hptm. das goldene Verdienstkreuz \u00fcberreicht.<\/p>\n<p><strong>11. 02. 1910 meine 1. Frau Josefine gestorben.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n19. 06. 1910 Spritzenweihe Oberschlatten.<\/p>\n<p>1910 wurde zum 80. Geburtstag von Kaiser Franz-Josef die Kaiserlinde gepflanzt.<\/p>\n<p>24. 08. 1910 Seeh\u00f6hen: Kirchenriegl 511 m, Glockenfenster Kirchturm 502 m, Friedhofsohle 489 m, Kapelle Aichinger\/K\u00f6gler 419 m.<\/p>\n<p><strong>20. 02. 1911 zum 2. Mal geheiratet (Karoline Grobitsch).<br \/>\n<\/strong><br \/>\n1911 Volksz\u00e4hlung 1488 Personen (um 58 weniger als 1901), in \u00d6-Ungarn zus. 51.314.271.<\/p>\n<p>14. 04. 1912 zum Fronleichnamsfest das 1. Mal mit der Kanone geschossen.<\/p>\n<p>08. 09. 1912 Kapelle u. Spritzenhaus in Oberschlatten eingeweiht.<br \/>\n1912  Die N\u00e4gelfabrik in Schlatten 39 wurde von Hackl und Schleuchert 1843-44 erbaut. Hackl (<strong>mein Taufpate<\/strong>) zog am 08. 02. 1869 nach \u00d6denburg und Schleuchert f\u00fchrte die Fabrik bis 1882-83 weiter. <\/p>\n<p>Dann kamen die Drahtstifte auf und die N\u00e4gel welche von Bandeisen erzeugt wurden, waren nicht mehr verk\u00e4uflich. Im Jahre 1896 haben Paul u. Johann Nickl diese Fabrik gepachtet und Holzwaren, haupts\u00e4chlich Holzspunde, erzeugt. Im Jahre 1903\/04 zogen die Nickl nach Gloggnitz. Im Jahre 1911 kaufte Josef Bauer, Schlossereibesitzer aus Wr. Neustadt, die ganze Realit\u00e4t und hat die Fabriksgeb\u00e4ude zu Wohnungen gemacht. <\/p>\n<p>05. 01. 1913 Eisenbahnversammlung in Hochwolkersdorf. Es war in Wiesmath ein Oberlehrer namens Heidl, der gab sich alle M\u00fche und wollte eine Eisenbahn von Wr. Neustadt \u00fcber Wiesmath bauen.<\/p>\n<p><strong>26. 08. 1916 40-j\u00e4hriges B\u00fcrgermeisterjubil\u00e4um von Vater. Fackelzug, H\u00f6henfeuer und Hochamt.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n1916 kostete 1 Raummeter Holz weich 22 und hart 25 Kronen.<\/p>\n<p><strong>24. 04. 1917 um 12 Uhr die Augen operiert, 11 Tage im Spital Wr. Neustadt gewesen. 594 Kronen bezahlt.<\/p>\n<p>1919 Vater war B\u00fcrgermeister von 1876 bis 1919 und von 1869 bis 1904 war er Postmeister, ich war Bgm. von 1919 bis 1937 und Postmeister von 1904 bis 1924.<\/p>\n<p>15. 07. 1919 zum 1. Mal zum Bgm. gew\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n<p>05. 07. 1920 um 8 h fr\u00fch f\u00fcrchterliches Gewitter, in der unteren Kirche im Turm eingeschlagen und den Turm zerfetzt, auch im Inneren viel Schaden gemacht.<\/p>\n<p>22. 08. 1920 Kriegerdenkmal eingeweiht.<\/p>\n<p><strong>12. 04. 1921 Vater erkrankt und am 17. 05. um 1 h nachts gestorben.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n14. 10. 1921 Pf. Werner Ettinger v. Walpersbach nach Bromberg gekommen.<\/p>\n<p>15. 06. 1922 wurde in Thernberg keine Fronleichnamsprozession gehalten weil Pf. Marknus (?) abwesend war.<\/p>\n<p>14. 01. 1923 Obl. Kuchlbacher gestorben, in Neukirchen bei P\u00f6chlarn begraben.<\/p>\n<p><strong>03. 10. 1923 Hansl in die B\u00fcrgerschule gekommen.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n29. 03. 1924 wurden von mir und Ostermann bei der Firma Samasser in Wr. Neustadt die 3 Glocken f\u00fcr die obere Kirche angekauft u.z. gro\u00dfe mit 846 kg, m 401 kg, k 230 kg, welche zusammen 73.855.000 Kronen kosteten.<\/p>\n<p>22. 05. 1924 Firmung durch Bischof Piffel (Pf. Ettinger, Kpl. Buchmayer).<\/p>\n<p>15. 06. 1924 Spritzenankauf f\u00fcr Schlag v. d. Nadelburg Lichtenw\u00f6rth: 15 Mio Kronen.<\/p>\n<p>23.- 25. 06.  1924 Aufstellung der Br\u00fcckenwaage (von Fa. Schember) um 27 Mio + 5 Mio f\u00fcr Aufstellung = 32.000.000 Kronen<\/p>\n<p>03. 07. 1924 wurde die alte mittlere Glocke (310 kg) umgegossen auf 3 Glocken, eine kam als 4. Glocke i d obere Kirche, eine i d untere Kirche und eine als Schulglocke.<\/p>\n<p>24. 07. 1924 Frau (Karoline) hat die Post \u00fcbernommen.<\/p>\n<p><strong>01. 08. 1924 bin ich in Pension gegangen.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n17. 08. 1924 Glockenweihe und Aufzug. 9 Patinen, darunter auch Karoline W.<\/p>\n<p><strong>28. 08. 1924 2 Pferde um 16.600.000 Kronen in Mattersdorf (heute Mattersburg) gekauft.<\/p>\n<p>13.-24. 10. 1924 Elektrisches Licht von 2 Monteuren im Haus Nr. 16 eingeleitet, ohne obere Wohnung (2 Zimmer + K\u00fcche). Kosten: 6.846.300 Kr.<\/p>\n<p>21. 12. 1924 das 2. Mal zum B\u00fcrgermeister gew\u00e4hlt.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n01. 02. 1925 das 1. Mal hat in den H\u00e4usern im Ort das elektrische Licht gebrannt.<\/p>\n<p><strong>1925 Installation des elektr. Lichts im Haus 115 = Kronen 3.320.000<br \/>\n<\/strong><br \/>\n10.-14. 03. 1925 Stall gew\u00f6lbt im oberen Haus = Kronen 6.906.900 f\u00fcr Traversen, Ziegel etc sowie Maurer und Zimmerleute und Taglohn.<\/p>\n<p>01. 03. 1925 Einf\u00fchrung der Schilling- und Groschenw\u00e4hrung.<\/p>\n<p>01. 06. 1925 Glockenweihe der 3 Glocken, welche aus der alten mittleren gegossen wurden. Patinen: Schulkinder. <\/p>\n<p><strong>15. 09. 1925 Hansl in die Lehre zu Siegl Eisenhandlung gekommen bis 15. 09. 26.<\/p>\n<p>30. 09. 1925 Radio im Haus Nr. 16 in die (Marosch)-Wohnung eingeleitet.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n01. 11. 1925 Autobusverkehr von Scheiblingkirchen bis Piribauer in Oberschlatten.<\/p>\n<p><strong>11. 02. 1926 Pferd in Mattersburg gekauft.<\/p>\n<p>06. 04. 1926 Zu meinem 60. Geburtstag v. d. Gemeinde z. Ehrenb\u00fcrger ernannt<\/strong>, v. d. Feuerwehr 1 Jagdgewehr (<em>noch vorhanden!<\/em>) u. v. Jagdgesellschaft einen Vorstehhund erhalten. Abends r\u00fcckten Gemeinde, Veteranen, Feuerwehr und viele andere, die sich beteiligten, aus. Beim K\u00f6gler-Wirt gab es eine Huldigung, wo auch das Thernbergquartett spielte.<\/p>\n<p><strong>05. 1926 Wagenschupfe im oberen Haus rechts gebaut. Kr. 12.000.000.<\/p>\n<p>03. 07. &#8211; 03. 08. 1926 zur Kur in Baden. <\/p>\n<p>15. 09. 1926 Hansl bei Wolf Eisenhandlung in der Lehre gewesen bis 01. 07. 27.<\/p>\n<p>22.11. &#8211; 22.12.1926 wegen Neuralgie im Wilhelminenspital Wien gewesen.<\/strong><\/p>\n<p>07. 12. 1926 Telefon dem Verkehr \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>12. 06. 1927 Bauernbundfahne von Bundeskanzler Dr. Seipel geweiht.<\/p>\n<p><strong>18. 07. 1927 Hansl nach Aspang zu Fa. Supper gekommen.<\/p>\n<p>20. 07. 1927 2 Pferde gekauft um 1.200 Schilling <\/p>\n<p>08. 01. 1928 Hauptmannstelle bei der Feuerwehr zur\u00fcckgelegt<\/strong>, auch HptmStv. Schembera hat zur\u00fcckgelegt.<\/p>\n<p>15. 01. 1928 Brandstiftung durch Knecht Johann Jakobitsch bei K\u00f6gler-Wirt und in gleicher Nacht bei Aichinger. Er bekam 3 Jahre Kerker.<\/p>\n<p>29. 02. 1928 hat die st\u00e4dtische Autounternehmung (Sozialdemokraten) eine Autolinie eingerichtet u. z. Wr. Neustadt \u2013 Scheiblingkirchen \u2013 Bromberg 5 mal am Tag und Wr. Neustadt \u2013 Erlach \u2013 Bromberg auch 5 mal t\u00e4glich. \u00dcber Scheiblingk. Sch 2,80, \u00fcber Erlach Sch 2,20 (vorher ist Mazi gefahren v. Oberschlatten nach Scheiblingkirchen und zur\u00fcck).<\/p>\n<p>03. 03. 1928 brannte das 1. Mal die Strassenbeleuchtung im Ort.<br \/>\n9 Flammen.<\/p>\n<p>15. 06. 1928 wurden die ersten 2-Schilling (Schubert-Taler) ausgegeben.<\/p>\n<p><strong>15. 08. 1928 Zaun, Tor und T\u00fcrl aus Draht im Haus Nr. 16 gemacht.<\/strong><\/p>\n<p>28. 10. 1928 Schubertdenkmal enth\u00fcllt. Erbaut durch den Bromberger Gesangsverein Hoamatklang. Der Grund auf dem <\/p>\n<p>dieses steht, geh\u00f6rt zum Haus Windbichler Nr 115 (seit 2005 nicht mehr = jetzt Gemeinde).<\/p>\n<p>30. 12. 1928 bis April 1929 sehr kalt, Schnee lag durchschn. 90 cm hoch. <\/p>\n<p>05. 05. 1929 neue Motorspritze der Feuerwehr um S 5.600,- v. Fa. Kernreuth.<\/p>\n<p>18. 08. 1929 Motorspritzeneinweihung, 240 Feuerwehrm\u00e4nner beteiligt.<\/p>\n<p><strong>04. 11. 1929 Hansl von Supper nach Hause gekommen.<\/p>\n<p>30. 11. 1929 zum 3. Mal zum Bgm. gew\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n<p>29. 12. 1929 50-Jahr-Jubil\u00e4um der Oberschlattner Schule.<\/p>\n<p>28. 01. 1932 Leichenwagen fertiggestellt, am 31.1. geweiht u. Anf. M\u00e4rz 1. Verwendg.<\/p>\n<p><strong>09. 1932 2 Birn- u 3 \u00c4pfelb\u00e4ume am Schwarz&#8211;Lechner Ackerl gesetzt.<\/p>\n<p>23. 03. 1933 4 \u00c4pfelb\u00e4ume gesetzt ebendort, 2 Zwetschken- b\u00e4ume in der Mitte der Schulleiten gesetzt.<\/strong><\/p>\n<p>08. 04. 1934 in der Gemeinderatssitzung Dr. Dollfuss und Graf R\u00fcdiger Starhemberg zu Ehrenb\u00fcrgern der Gemeinde ernannt. Diplom am 3. 6. in Wr. N. beiden \u00fcbergeben. <em>(Diese Ehrenb\u00fcrgerschaften wurden wahrscheinlich in der NS-Zeit wieder aberkannt, denn sie scheinen nirgends mehr auf. Es gibt allerdings bei uns Fotos von der \u00dcberreichung).<\/em><\/p>\n<p><strong>1934, 01. 05. Gst\u00e4ttenmauer r\u00fcckw\u00e4rts vom Garten oberes Haus abgerutscht, im Fr\u00fchjahr wieder aufgestellt. Im Herbst die Mauerpfeiler an der Stra\u00dfenseite gemacht. <\/strong><\/p>\n<p>1934, 25. &#8211; 27. 08. 300j\u00e4hriges Jubil\u00e4um der Mariazeller Prozession gefeiert. 206 Personen beteiligt. Str\u00f6mender Regen ganztags bei Heimkehr.<\/p>\n<p>1934, 09. 10. Weinh\u00e4ndler Mandl (Jude) ersteht die Baumgartner H\u00e4user 6, 8 u. 142 samt Grundst\u00fccken im Versteigerungswege um 26.000 Schilling. Der Kauf wurde nachher wieder aufgehoben.<\/p>\n<p>1935, 18. 08. 40j\u00e4hriges Veteranenfest wo der junge Graf Wurmbrand (Ernst) anwesend war. Festplatz im Pfarrhof Obstgar- ten visavis vom Baumgartner unteres Haus.<\/p>\n<p>1936, 03. 07. Kapelle Schweissenbach neu renoviert.<\/p>\n<p>1936, 05. 07. Einweihung der Kirche Oberschlatten durch Bischof Innitzer.<\/p>\n<p>1936, 30. 07. Pfarrer Michael Aschenberger nach Bromberg gekommen, Kaplan Benno ab 01. 08. Pfarrer in Walpersbach, jedoch 27.11. in Linzer Spital gestorben.<\/p>\n<p>1936, Mitte Oktober: Hofst\u00e4ttner Kapelle renoviert. <strong>Zum Dach gab ich die Eternitplatten her. <\/p>\n<p>1936\/37 von Ende November bis Mitte Mai das Haus Nr. 16 renoviert. Alles gestrichen und gemalen.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n1937, 18.05. &#8211; 19.09. Renovierung Obere Kirche. F\u00fcr die Kosten wurden von der Pfarrgemeinde 20% vom Reinertrag eingehoben und freie Spenden. Kosten 6.000,- S. Einweihung 19. 09. durch Pr\u00e4lat Gerhold Weis von Reichersberg.<\/p>\n<p><strong>In 1937 Wasserleitung ins obere Haus Nr. 115 gemacht. Kosten \u00fcber 4.000,- S.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n1937, 01. 06. Gasthaus K\u00f6gler Wirt an Fr. Rottensteiner verpachtet. Am 01. 06. 42 kam Rottensteiner zum Thaler nach Thernberg.<\/p>\n<p>1937, 15. 05., 16. 05. und 02. 06. Haus samt Grundst\u00fccke von Holzer Schlag, Haller Breitenbuch 6 und Stachl 73 in Exekution verkauft. <\/p>\n<p>1937, 01. 08. 40j\u00e4hriges Gr\u00fcndungsfest der Feuerwehr Bromberg. Die Gr\u00fcnder <strong>Joh. Windbichler<\/strong>, Peter Triebl und Josef Vollnhofer wurden als 40j\u00e4hrige Mitglieder <strong>mit einer Silbermedaille und je 10 S. v. d. Gemeinde dekoriert.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<strong>1937, 18. 08. Zur\u00fccklegung der B\u00fcrgermeisterstelle.<\/strong><\/p>\n<p>1938, 25. 01. Nordlicht (Polarlicht) welches sich von der Richtung Rax bis Burgenland ausgebreitet hat von 8 Uhr bis 1 Uhr nachts mit einer riesigen R\u00f6te. Viele Feuerwehren sind ausger\u00fcckt. <\/p>\n<p>1938, 10. 04. Abstimmung f\u00fcr Reich u. D.\u00d6sterreich, in der Gemeinde wurden 773 Stimmen f\u00fcr ja abgegeben. <\/p>\n<blockquote><p><em><a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=29\" target=\"_blank\">Die Ereignisse vom M\u00e4rz 1938 sind separat aufgezeichnet<\/a>!<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>1938, 23.04. g\u00e4nzlicher Austritt aus der Gemeinde.<\/strong> Abends um 1\/2 7 Uhr Kassa mit s\u00e4mtlichen Belegen \u00fcbergeben. Die Richtigkeit wurde best\u00e4tigt. (<em>Siehe jedoch 12.03.: Da war auch von \u00dcbergabe der Kassengebarung die Rede<\/em>).<\/p>\n<p>1938, 23. 04. wurde wieder eine neue Gemeindevertretung gew\u00e4hlt. Ortsf\u00fchrer Raifb\u00f6ck Ludw., Gemeindeverwalter Steiner Karl 158. Beir\u00e4te: K\u00f6gler Fr., Hendling Josef, P\u00f6lzlbauer Karl, Stachl Joh., Heuer Franz, Piribauer Fr. j. Kassier.<\/p>\n<p>1938, 24. 05. ist \u00d6sterreich von der Bildfl\u00e4che verschwunden, es hei\u00dft jetzt Ostmark und besteht aus 7 Gauen: Tirol, Salzburg, Oberdonau, Niederdonau, Wien, K\u00e4rnten und Steiermark. <\/p>\n<p><strong>1938, 14. 10. Familie Pammer kam als Wirtschafter in das Haus 115. Am 01. 02. 1946 wurde ihnen gek\u00fcndigt bis 01. 03. 1946, ausgezogen sind sie am 14. 03. 1946 zu Ponweiser Hart.<\/strong><\/p>\n<p>1938, 23. 10. ist Claudius Franz Scherfler Pfarrer in Thernberg im 52. Lebensjahr gestorben.<strong> Der Genannte entdeckte bei uns den steinernen Metzen, welcher als dann in Denkmalschutz \u00fcbernommen wurde<\/strong>. (<em>Daf\u00fcr gibt es keinerlei Nachweis!<\/em>)<\/p>\n<p>1938, 09. 11. sehr heftiges Erdbeben um 4.07 Uhr, 4.20 und 4.35 Uhr Nachbeben.<\/p>\n<p>1939, 30. 03. wurde Karl Steiner N 158 als erster national-sozialistischer B\u00fcrgermeister gew\u00e4hlt (am 01. 04. 1945 von Russen oder Polen erschossen).<\/p>\n<p><strong>1939, 31. 03. habe ich die Vertretung der Donau Versicherung welche ich durch 50 Jahre f\u00fchrte zur\u00fcckgelegt. Auch die Vertretung der Riunione Adriatica welche ich 52 Jahre f\u00fchrte zur\u00fcckgelegt. <\/strong><\/p>\n<p><strong>1939, 25. 06. war die Hochzeit von Hansl und Hilda.<\/strong><\/p>\n<p>1939, 06. 08. Volksbad in Bromberg er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>1939, 15. 08. musste <strong>Hansl<\/strong> nach Wr. Neustadt einr\u00fccken. Am 01. 09. begann der Krieg mit Polen, wo <strong>Hansl<\/strong> auch hinaus musste. Kam dann nach Hause und wurde am 01. 06. 1940 telegrafisch einberufen und ging sofort nach Frankreich ab. Am 14. 11. 1940 konnte er von Frankreich aus abr\u00fcsten.<\/p>\n<p>1939, 01. 09. wurden die Lebensmittelkarten eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>1940, 02. 01. Das neue Gesch\u00e4ft im oberen Haus 115 er\u00f6ffnet. Zubau war von 37 &#8211; 39 u. da wurde auch das Wirtschaftsge-b\u00e4ude hergerichtet.<\/strong> (<em>Dass das Gesch\u00e4ft erst 1940 aufgesperrt wurde ist verwunderlich, weil alles schon viel fr\u00fcher fertig war<\/em>).<\/p>\n<p>1940, 14. 04. Hansi der IV (<em>ich<\/em>) geboren, 21. 04. getauft.<\/p>\n<p>1941, 05. &#8211; 07. 05. das Gel\u00e4nder auf der Schulleiten gemacht.<\/p>\n<p>1941, April \u2013 Mai die Ewige Lucken auf der Schulleiten versch\u00fcttet, worauf jetzt Futter gebaut wird. Wie der Friedhof vergr\u00f6\u00dfert wurde, sind die ganzen Steine zur Friedhofmauer von der Ewigen Lucken genommen worden.<\/p>\n<p>1942, 04. 02. wurden die 3 Glocken, welche im Jahre 1924 neu angeschafft f\u00fcr Kriegszwecke abgenommen. Josef Grasl Fuhrwerksbesitzer musste dieselben nach Wr. Neustadt abliefern.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Glocke 846 kg schwer Ton f, Inschrift: In des Weltkrieges furchtbaren Tagen wurden auch unsere Schwestern zerschlagen. Aber im 1924er Jahr stellt uns her die Bromberger Pfarr. Durch besondere F\u00f6rderung des H. Pfarrer Werner Ettinger und des <strong>B\u00fcrgermeisters Joh. Windbichler<\/strong>.<\/p>\n<p>Die mittlere Glocke 401 kg schwer Ton a, Inschrift: Hl. Antonius bitt beim Jesukind dass jeder Bromberger den Weg zum Himmel find\u2019t.<\/p>\n<p>Die kleine Glocke 230 kg schwer Ton c, Inschrift: Hl. Isidor du Bauersmann nimm dich der Pfarre Bromberg an.<\/p>\n<p>Von der unteren Kirche wurden zwei Glocken geliefert.<\/p>\n<p>1942, 01. 03. Raucherkarte: f\u00fcr M\u00e4nner 6 Zigaretten pro Tag, f\u00fcr Frauen 6 Zigaretten f\u00fcr 2 Tage.<\/p>\n<p><strong>1942, 09. 03. Grundankauf vom Pfarrhof anschlie\u00dfend an das untere Haus N 16. Notar Lausnausky, Grundausma\u00df 1237 m2. Wurde f\u00fcr obere Grundst\u00fccke getauscht. Unter H. Pfr. M. Aschenberger.<\/strong><\/p>\n<p>1943, 02. 01. musste Joh. Panis seine 3monatige Strafe antreten, weil er ein Schwein ohne Anmeldung geschlachtet und auch nicht alle Frucht abgeliefert hatte und angezeigt worden war. Wurde nach 2 Monaten enthaftet.<\/p>\n<p><strong>1943, 10. 02. bekam Hansl eine Einberufung f\u00fcr 15. 02. 43. Auf Ansuchen wurde er auf 1 Monat zur\u00fcckgestellt. Mitte M\u00e4rz 1943 wurde er \u201eUK\u201c gestellt.<\/strong><\/p>\n<p>1943, 05. 04. starb Georg Aichinger Tischlermeister Zehethof. Derselbe hat die Gesch\u00e4ftseinrichtung und Auslage, T\u00fcren und Fenster im Oberen Gesch\u00e4ft in den Jahren 1937 &#8211; 38 gemacht.<\/p>\n<p>1943, 16. 05. Seit 1932 stand der Leichenwagen unentgeltlich im Pfarrhof. Pfr. Aschenberger verlangte nun 50 Mark pro Jahr Miete, daher Einstellung nun bei Gh Martin Windbichler.<\/p>\n<p>1943, 13. 08. 14 h Fliegerangriff auf Flugzeugfabrik u Lokomotiv-fabrik in Wr.Neustadt, 350 Tote.<\/p>\n<p>1943, 01. 10. Fliegerangriff auf Lokomotivfabrik Wr.Neustadt, Treffer im Bereich der Kanzlei, auch 2 Bromberger darunter: Hilde Windbichler (Tochter des Karl W.) und Josef Hofer, 18, Sohn von Hofer Zimmermann. Viele Einflieger (17) konnten abgeschossen werden. In den Raxwerken 180 Tote.<\/p>\n<p>1943, 02. 11. 3. Fliegerangriff auf Wr. Neustadt mit 90 Toten und \u00fcber 100 Verletzten. Ein angreifender Bomber st\u00fcrzte im Reicherbauer Wald ab (3 Tote), einer im Ofenbachgraben (3 Tote, in Thernberg beerdigt) und ein dt. Flieger starb beim Zaunegghof.<\/p>\n<p>1944, 19. 02. Gutsp\u00e4chter Aigner vom Stanghof gestorben, nach 1912 Privatier in seiner Villa in Thernberg. Er war ein Sohn von Kaiser Franz Josef (lt. Ahnenpa\u00df).<\/p>\n<p><strong>1944, 06. 03. Wasser im Haus 115 wieder in Ordnung. Die 1936 gebaute Wasserleitung funktionierte bis 9\/43 tadellos, doch nach trockenem Sommer 43 und Winter 42\/43 blieb das Wasser aus<\/strong>. Und zwar bei vielen Brunnen in der Gegend. Ein W\u00fcnschelrutengeher empfahl einen Brunnen am Sch\u00fctzenhofer Riegel zu graben \u2013 in 10 m Tiefe noch immer kein Wasser = aus. <\/p>\n<p><strong>Hansl fing den Aufgang beim Schwarz-Lechner-Steig nach Breitenbuch \u201eein\u201c und musste 300 m Rohr bis zur bestehenden Bassena legen. <\/strong><\/p>\n<p><em>M.M ist das dort, wo jetzt das \u201eHexenbr\u00fcndl\u201c behauptet wird. Dieser Name ist aber wahrscheinlich eine \u201eErfindung\u201c von Willi Birnbauer.<\/em><\/p>\n<p>1944, 16. 03. Flugzeug mit 5 Mann Besatzung (4 Dt., 1 Wiener) st\u00fcrzte beim Hornleitner-Holzer ab. Leichenteile im weiten Umkreis verstreut.<\/p>\n<p>1944, 23. 04. Fliegerangriff auf Innenstadt Wr.Neustadt, \u00fcber 120 Tote.<\/p>\n<p>1944, 10. 05. Gro\u00dfangriff auf Wr.Neustadt (Gebiet um den Wasserturm). Am selben Tag fielen in Bromberg 8 Bomben auf ein Feld beim Sinabellhaus.<\/p>\n<p>1944, 24., 29., 30. 05. Fliegerangriffe auf Neunkirchen, Wr. Neustadt, Schwarzenbach, Lanzenkirchen, Berndorf, Liesing, S\u00fcdbahnstrecke, Katzelsdorf, Neud\u00f6rfl, Rohrbach, Ternitz, Pottschach.<\/p>\n<p>1944, 04. 07. Gr\u00f6\u00dftes Hochwasser seit Menschengedenken. Schlattenbach war ein Strom. Gro\u00dfer Schaden bei M\u00fchlen. Gemeindebad total verw\u00fcstet. Hei\u00dfenberger Nr. 84 hatte viel Schaden. In Piesting 130 Tote durch Hochwasser. In Forchtenau und Wiesen durch Hagel und Hochwasser alle Kulturen vernichtet. Ganz Burgenland stand unter Wasser.<\/p>\n<p>1944, 20. 07. Hitlerattentat.<\/p>\n<p>1944, 06. 08. Abbau der Flak, die im J\u00e4nner 1944 eingef\u00fchrt worden war. <strong>Hansl musste dabei sein!<br \/>\n<\/strong><br \/>\n1944, 04. 09. Pfr. Aschenberger fiel vom Zwetschkenbaum. Im Spital Abnahme des linken Fusses unterm Knie. Am 22.10. wurde ihm der Fu\u00df dann ober dem Knie abgenommen.<\/p>\n<p>1944, 10. 09. Verheerender Fliegerangriff auf Wien-Innere Stadt. 7.000 Tote.<\/p>\n<p>1944, 10. 09. Aufnahme der Jahrg\u00e4nge von 18 &#8211; 65 Jahren in die Kriegshilfsmannschaft \/Volkssturm. <\/p>\n<p>Am 21. 09. sind 165 Mann unter F\u00fchrung von Hansl ausger\u00fcckt. <\/p>\n<p>1944, 16.10. Beim R\u00fcckflug eines Fliegerangriffs auf Neunkirchen fielen 7 Bomben auf Kaltenberg. 2 Tote. (Einer davon war auf Erholung gekommen, doch schon 10 Min. nach seinem Eintreffen starb er). Im Ofenbachgraben gingen 12 Brandbomben und 4 Blindg\u00e4nger nieder. Kein Schaden.<\/p>\n<p>1944, 20.10. Zeitungsnotiz:<br \/>\nZug Wien &#8211; Wr.Neustadt ab 20. 06. 1841<br \/>\nZug Wien &#8211; Neunkirchen ab 24. 10. 1841<br \/>\nbis Gloggnitz ab 05. 05.1842<br \/>\nvon M\u00fcrzzuschlag via Bruck nach Graz ab 20.10.1842<br \/>\nGraz &#8211; Marburg ab 08. 12. 1845<br \/>\nMarburg \u2013 Cilli ab 02. 06. 1846<br \/>\nSemmeringstrecke im Oktober 1853 vollendet.<\/p>\n<p>1944, 22.10. Der Gendarm Bachmaier wurde von einem (engl.?) Soldaten erschossen. Bachmaier hatte den Mann angehalten, doch der lief davon. Den ihn verfolgenden Gendarmen streckte er nieder.  (<em>Was mit dem Soldaten geschah ist von meinem Gro\u00dfvater nicht \u00fcberliefert<\/em>). <\/p>\n<p><strong>1944, 24. &#8211; 26. 10. Wasserleitung im Haus Nr. 16 vom Brunnen in die K\u00fcche gemacht, sowie vom Bach in die Waschk\u00fcche.<\/strong><\/p>\n<p>1944, 26. 11. In den Gemeinden Schlatten, Thernberg und Scheiblingkirchen wurden Sch\u00fctzengr\u00e4ben gegen den Einbruch der Russen ausgehoben.<\/p>\n<p>1944, 29. 12. Die Jagdgewehre mussten abgegeben, aber dann \u00fcber h\u00f6heren Auftrag wieder zur\u00fcckgegeben werden.<\/p>\n<p>1945, 09. 02. musste Hansl zur Schulung als Volkssturmf\u00fchrer nach Wr.Neustadt, bis 16. 02. <\/p>\n<p>1945, 04. 03. Pfr. Aschenberger zu seinem Bruder nach Wimsbach gefl\u00fcchtet. Kam am 04. 11. wieder zur\u00fcck. <em>(Nicht festgehalten ist, ob die Pfarre in der Zwischenzeit priesterlos war)<\/em>.<\/p>\n<p>1945, 13. 03. 17 Waggons mit Munition sind durch Flieger im Bhf. Neunkirchen in Brand gesteckt worden. Die Detonationen dauerten von 12 h 30 bis 7 h abends.<\/p>\n<p>1945, 14. 03. Der st\u00e4rkste Angriff auf Wr.Neustadt, wo kein Haus unbesch\u00e4digt blieb. Die ganze Stadt ein Schutthaufen. Bis zu 2.000 Tote.<\/p>\n<p>1945, 19. 03. Die 9 Baracken vom milit\u00e4rischen Arbeitsdienst in Wiesmath-Spirkariegel brennen ab. Vermutlich Brandlegung.<\/p>\n<p>1945, 29. 03. Durchzug von Milit\u00e4r und Fl\u00fcchtlingen aus Ungarn. <\/p>\n<blockquote><p><em><a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=30\" target=\"_blank\">Die Ereignisse von April bis Juni 1945 sind separat aufgezeichnet<\/a><\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Am 18. 07. 945 kaufte Hansl ein Pferd (braun) vom Gallei in Scheiblingkirchen um 200 RM.<\/strong><\/p>\n<p>Am 18. 07. 945 Geldeinlagen von den Leuten in der Gemeinde. In diesen Tagen wurden insgesamt 400.000 Reichsmark eingelegt. Aber mit den ausw\u00e4rtigen Einlagen d\u00fcrfte sich die Gesamtsumme \u00fcber 2.000.000 ergeben. <\/p>\n<p>In den Monaten Juni, Juli, August u. September wurde das elektrische Licht, ab Roggenburghaus weiter geleitet zum L\u00f6w, Birnbauer Brieftr\u00e4ger, Birnbauer Wagner, Landskorn, Presch, Hei\u00dfenberger 84, Piribauer (Sinabell) N 85 u. Schweiger, Schwarz Wegeinr\u00e4umer u. Stra\u00dferhaus u. Eichleiten.<\/p>\n<p><strong>Am 30. 07. 945 ist uns ein Pferd braun (Kriegspferd) verendet, und am 31. 07. kaufte Hansl einen Dunkelbraunen um 200 RM v. Franz Rottensteiner in Thernberg (Thalerwirt).<\/strong><\/p>\n<p>Am 30. 07. \u2013 31. 07. hielten die Russen ein Nacht\u00fcbung ab, am 02. 08., 1\/2 4 Uhr zogen sie und andere Truppen v. Thernberg u. Hochwolkersdorf wieder ab, Richtung Wr. Neustadt.<\/p>\n<p><strong>Am 09. u. 10. August begannen die Maurer in der unteren kleinen K\u00fcche die verbogenen Traversen einzuwechseln u.a. der Stockinger Maurer. Die n\u00e4chste Woche wurden die Traversen im anstossenden Zimmer 3 St ausgewechselt u. vom 20. an arbeiteten Maurer und Zimmerleute am ganzen Haus N 16. <\/strong><\/p>\n<p>Am 12. 08. 945 wurde die untere Kirche eingeweiht v. Pr\u00e4lat Wildenauer (der seinerzeit in Wr. Neustadt Probst war), da die Russen den Tabernakel erbrochen haben u. die Hostien zerstreuten u. den Altar besch\u00e4digten.<br \/>\nIm Monat August hatten die Russen durch 14 Tage hindurch Gr\u00fcnfutter weg gef\u00fchrt. Es kamen oft \u00fcber 20 W\u00e4gen an einem Tag.<\/p>\n<p>Am 17. 08. 945 kam die Nachricht dass H. Lehrer Nemetz sich in Stift Reichersberg O.\u00d6. aufh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Am 19. 08. 945 wurde in Wien, Schwarzenbergplatz, das Monument von Stalin (russischer Marschall) enth\u00fcllt. Aus wessen Grund wei\u00df man nicht. Vielleicht f\u00fcr das was uns die Russen beraubt, gepl\u00fcndert u. gemordet haben.<\/p>\n<p>Sam Bauer in Steinhof hat Wiesen gem\u00e4ht, da kam ein Russenwa-gen und ein R.Leutnant wollte Sam mit vorgehaltenem Revolver wegschaffen, da sich Sam nicht weg schaffen lie\u00df sagte der R.Leutnant, Ihr Hunde werdet noch Gras fressen.<\/p>\n<p>Am 19. 08. 945 kamen 4 Russen in Sch\u00fctzenhof angefahren. Die anwesenden Personen wurden in Zimmer eingesperrt u. mit Revolver bewacht u. die \u00fcbrigen Russen haben das Schwein v. Frau Waldherr u. Kleider v. Frau Waldherr gestohlen.<\/p>\n<p>Am 20. 08. 945 kamen die Russen in Holzhof und machten dasselbe. Haben das letzte Schwein gestohlen u. 3 Fuhren Heu geladen u. gepl\u00fcndert u. auch das Hauspersonal eingesperrt. Auch war ein Bursche aus Erlach namens Trenker Rudolf als Russe verkleidet mit. Der vorher in Holzhof bedienstet war und mit dem Anz\u00fcnden des Hauses drohte. Er wurde in Erlach verhaftet u. eingesperrt. Am n\u00e4chsten Tag wurde er wieder frei gegeben.<\/p>\n<p>Am 28. 08. 945 haben Russen bei P\u00f6ll in Schlatten N 44 2 K\u00fche 1 Kalbin 2 Schafe 1 Anzug u. Geld gestohlen u. in derselben Nacht bei K\u00f6gler Wirt der Frau ein Kost\u00fcm und dem Tischlermeister Fiedler der dort wohnte, welcher aus Wien ist und hier eine Tischlerei anfangen will wurden Geld, Kleider und Esswaren geraubt.<\/p>\n<p>Im Monat August u. anfangs September zogen die meisten Bombenbesch\u00e4digten wieder in ihre alten Wohnst\u00e4tten zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Mitte August und anfangs September 945 wurde das Mansardenzimmer im Neugeb\u00e4ude vom oberen Haus N 115 gemacht (Lechner Zimmermann).<\/strong><\/p>\n<p>In der Nacht v. 14. auf 15. Sept. um circa 10 Uhr kamen 5 Russen u. 3 Zivile zum Hoisbauer N 31 und stahlen 1 Paar Ochsen, Kleider u. W\u00e4sche, 4 Uhren. Ein Ochs ist ausgerissen und kam zur\u00fcck ins Haus. Das Auto wurde von der russischen Polizei angehalten, da jedoch das Auto nicht aufhielt, wurden circa 40 \u2013 50 Sch\u00fcsse nachgefeuert. In der selben Nacht wurden v. Russen bei Fahrner Oedinggraben ein Schwein u. ein Schaf gestohlen.<\/p>\n<p><strong>Am 19. , 20. u. 21. Sept. 945 wurde der Dachstuhl im U. Haus N 16 aufgeschlagen ohne Eindeckung. Am 03. 10. bekamen wir 4000 Ziegel v. Kornm\u00fcller welche in Schlag liegen.<\/strong><\/p>\n<p>Am 27. 09. 945 wurde das Postamt beim Ostermann er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Russen sich in Wien aufgehalten haben, war ein schwarzer Markt (Naschmarkt) abgehalten worden u. z. wurde alles M\u00f6gliche gekauft oder getauscht. 1 kg Butter kostete RM 700,-, 1 kg Zwiefel RM 60,-, 1 Paar Frauenschuhe RM 1.000,- 1 Paar Str\u00fcmpf RM 200 \u2013 400, 1 kg Kartoffel RM 15,-, 1 Schachterl Sacharin RM 80,-, 1 Schachterl Z\u00fcnder RM 7, 1 Pkt. Zigarettenpapier RM 7,-.<\/p>\n<p><strong>Am 01. 10. 945 f\u00fchrte uns Herr Dr. Busek nach Aspang zwecks Grundbuch.<\/strong><\/p>\n<p>Da in Wien sehr viel Leichen sind, wurde am Schwarzmarkt f\u00fcr einen Sarg RM 2.000,- verlangt.<\/p>\n<p>Am 23. 09. fing es an zu regnen und am 03. 10. fiel der erste Schnee welcher bis Miehsleiten reichte u. am 04. 10. schneite es mit aller Gewalt auch in Bromberg.<\/p>\n<p>Von M\u00e4rz bis 23. 09. war eine gro\u00dfe Trockenheit, sodass vieles nicht gedeihen konnte. Dagegen war sehr viel Wein und Qualit\u00e4t sehr gut, wie schon lange Jahre nicht. Am 08. 10. sch\u00f6nes Wetter.<\/p>\n<p>Auf Sinabell Wiese in St\u00f6gersbach sind 2 besch\u00e4digte Luxusauto von den Russen stehen geblieben. <strong>Um eines suchte Hansl bei der Bezirkshauptmannschaft Wr. Neustadt an<\/strong>, welches von Steiner Spenglergehilf soweit als m\u00f6glich gereinigt wurde und Herr Wagner aus Walpersbach hat mit der Zusammenstellung am 08. 10. begonnen. 23. 11. beendet.<\/p>\n<p><strong>Am 04., 05. u. 06. 10. 945 wurden von uns u. Putz in Linden, Schramel in Zaunegghof u. Hendling Mayerh\u00f6fen 3.600 St Dachziegel herunter gef\u00fchrt, welche von der Bezirkshpt. Wr. Neustadt beschlagnahmt waren u. H. Kornm\u00fcller Autounternehmer in Wr. Neustadt geh\u00f6rten und bei Sperhansl in Schlag N 5 eingelagert waren.<\/strong><\/p>\n<p>Eingelagert waren 7.000 Stk davon hat 2.000 Gemeinde Hochwolkersdorf geholt u. 400 waren Bruch. <\/p>\n<p>Am 07. 10. 945 mu\u00dften Sam in Steinhof, Wallner S\u00e4gebesitzer in Thernberg, Handler Wirt Thernberg auf 3 Wochen Arbeitsdienst nach Aspang einr\u00fccken, weil sie Nazi waren. Von Aspang wurden sie wieder nach Hause geschickt, mit dem Bemerken Ihr habt ohnehin viel Arbeit zuhause.<br \/>\nAm 11. 10. wurde das Dach notd\u00fcrftig von den Maurern eingedeckt. (die noch fehlenden hatten wir selbst lagernd, circa 500 St\u00fcck).<\/p>\n<p>Am 11. 10. fing ein Spenglergehilfe einen Tag und am 15. 10. kam 2. Gehilfe um 9 Uhr Vormittag und arbeitete bis 3 Uhr Nachmittag. Freitag haben sie nicht gearbeitet (Mayerhofer aus Walpersbach Meister).<\/p>\n<p><strong>Am 15., 16., 17., 18. 10. haben 2 Gehilfen gearbeitet. Die Brunnenmacher Leitner u. Stangl haben am 19. u. 20. Okt. den Brunnen fertig gemacht, 65 RM gekostet ohne Rohr. Der Dachdecker Gruber am 19., 20., 22., 23. 10. 945 gearbei<\/strong>tet.<\/p>\n<p>Am 15.10. fingen Maurer bei Roggenburg an.<\/p>\n<p>Am 18. 10. 945 fingen Maurer u. Zimmerleute bei Bernhard Haus zu arbeiten an und am 24., 25. u. 26. wurde der Dachstuhl aufgestellt.<\/p>\n<p>Am 22.10. fingen Maurer bei Pfarrhof an.<\/p>\n<p>Am 22. 10. 945 kam Hermann Brandst\u00e4tter aus Erlach aushilfsweise bis Frau Hammer ihren (S\u00e4gewerks-) Betrieb wieder anf\u00e4ngt zu uns. Ein weiterer Bursch Otto Pichl aus Erlach kam auch mit, zur Arbeitsleistung. Otto Pichl ist am 01. 06. 946 gek\u00fcndigt worden und kam selben Tag weg.<\/p>\n<p>In der Nacht v. 09. 11. bis 10. 11. fiel der erste Schnee.<\/p>\n<p><strong>Am 15. 11. 945 Tausch mit Schramel Bauer in Katzelsdorf. F\u00fcr 2 Pferde eine Stute 4 jahrig einen Dunkelbraunen 7 Jahr mussten wir 1 Kalbin 350 kg u. 1 Zuchtschwein 170 kg schwer und 250 kg Kartoffeln dzt. Preis 30 Groschen je kg = 75 Schilling hergeben. Au\u00dferdem bekam der Grasl Wirt Hinterbr\u00fchl f\u00fcr die Vermittlung des Tausches 1 Kalb, auch die alten Pferde \u00fcbernahm Grasl zum Verkauf u. verkaufte dieselben um RM 2.500 (Im Einkauf kosteten dieselben RM 400,-).<\/strong><\/p>\n<p><strong>Am 15. 11. 945 wurde der Bau einer Autogarasch und obendrauf ein Burschenzimmer vis a vis vom Keller und anschlie\u00dfend der Futterh\u00fctte in Angriff genommen.<br \/>\n(Am 21. 02. 946 waren die beiden Burschen eingezogen u. bewohnt. Auch die Garage wurde ben\u00fctzt).<\/strong><\/p>\n<p>Volksabstimmung der drei Parteien am 25. 11. 945 von Nieder \u00d6sterreich: \u00d6ster. Volkspartei 575, Sozialdemokraten 144, Kommunisten 4 in der Gemeinde Schatten.<br \/>\nIm N.\u00d6st. Reichsrat wurden 85 Mandate \u00d6st.V.P. 76 Man. der Sozial Partei u 4 Mandate d. Komist. Partei gew\u00e4hlt.<br \/>\nLandtag \u00d6st. Volks P. 32 Sozialisten 22 Kommunisten 2 f N.\u00d6.<br \/>\nWien\t36\t58\t6<br \/>\nO.\u00d6. \t30\t18\t&#8211;<br \/>\nVbg. \t19\t7\t&#8211;<br \/>\nSbg \t15\t10\t1<br \/>\nTirol \t26\t10\t&#8211;<br \/>\nStmk 26\t20\t2<br \/>\nKtn \t14 \t18 \t3\tDP\u00d6 1<br \/>\nBgld \t17\t14\t1<\/p>\n<p><strong>Am 06.12. 945 wurde Hansl als Beirat in den Jagdverband gew\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n<p>Am 21. 12. 945 wird die Schilling W\u00e4hrung eingef\u00fchrt u. d. Mark und alliierten Geldsorten m\u00fcssen verschwinden.<\/p>\n<p>15. 12. 945 zum Bundespr\u00e4sident wurde Dr. Renner und zum Bundeskanzler Ing. Leopold Figl gew\u00e4hlt. \u00d6sterreich wird als selbst\u00e4ndiger Staat von den Alliierten anerkannt.<\/p>\n<p>Die Brandst\u00e4tte Bromberger Pfarrhof Wohngeb\u00e4ude welche am 02. 04. 945 durch die Russen abgebrannt ist, wurde der Dachstuhl von den Zimmerleuten des Zimmermeister Trimmel in Seebenstein am 14. 01. 946 in Arbeit genommen. Am 30. 01. 946 wurden Dachziegel welche H. Pfarrer von den Bauern sich auslieh von 90 Personen welche von der Kanzel aufgefordert wurden aufgedeckt.<\/p>\n<p>Am 23. 01. 946 kam Panbauern Franzl von der amerikanischen Gefangenschaft zu Hause.<\/p>\n<p><strong>Am 07. 03. 946 richtet sich Hansl eine Kanzlei ein im alten Geb\u00e4ude, das Zimmer wo man am Boden hinauf geht.<\/p>\n<p>Am 26., 27. u. 28. 03. 946 wurde der Gartenzaun beim oberen Haus N 115 r\u00fcckw\u00e4rts vom Lechner Franz u. Lechner Roman, I. Gehilfe u. II. Lehrling gemacht.<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit machte Hofer eine Schottertruchen u. eine Stellage. Eine Stellage im Magazin, die Budl rechts v. der Eingangst\u00fcr. <\/p>\n<p>Der 80igste Geburtstag v. Joh. Windbichler geb. 06. 04. 866.<\/strong><\/p>\n<p>Am 05. 04. 946 kam der s\u00e4mtliche Gemeinderat v. Schlatten mit B\u00fcrgermeister Peter K\u00f6gler und Studienrat Kordon und Pfarrer Aschenberger, Kooperator Wei\u00dfl, Pfarrer von Thernberg Buchmayer u. Komarzialrat Sadlogal. Wo mir von der Gemeinde Schlatten das Ehrenb\u00fcrgerdiplom \u00fcberreicht wurde. <\/p>\n<p><strong>Abends desselben Tages hatten wir unter uns ein kleines Familienfest. Hansl und Hilda haben dazu viel M\u00fche u. Plage gehabt. Gott solls ihnen vergelten.<br \/>\n<\/strong><br \/>\nKommunionsgitter in der oberen Kirche wurde von der Kunstausstellung Wien am 14. 05. 946 gebracht und am 15. u. 16. 05. aufgestellt. Der Erzeuger ist der Kunstschlosser aus Gloggnitz a. d. S\u00fcdbahn namens Ferdinand Bohrn Kunstschmied. Kostet S 12.000,&#8211;. Hochw. Herr Pfarrer Michael Aschenberger hat es anfertigen lassen.<\/p>\n<p>Ab 01. Juni 946 setzte die Postdirektion ein Auto blo\u00df f\u00fcr Briefe und Paketpost ein. Dasselbe f\u00e4hrt von Wr. Neustadt nach Katzelsdorf, Frohsdorf, Schleinz, Hochwolkersdorf, Schwarzenbach, Wiesmath, Hollenthon, Lichtenegg, Thernberg, kommt t\u00e4glich zwischen 2 &#8211; 3 Uhr nachmittags in Bromberg an und f\u00e4hrt \u00fcber Erlach, Schwarzau am Steinfeld nach Wr. Neustadt zur\u00fcck. Vorher ist Hauer aus Warth gefahren (Thernberg Bromberg) In den Wintermonaten konnte er nicht fahren.<\/p>\n<p>Am 19. 07. 946 ging nachmittags ein schweres Gewitter mit furchtbarem Hagel nieder, welches von Gloggnitz bis Oedenburg reichte. Man kann sagen die H\u00e4lfte der Buckligen Welt hat darunter gelitten. In Gloggnitz ist der Hagel 45 cm hoch gelegen. In unserer Gemeinde ist der Gro\u00dfteil \u00fcber die H\u00e4user stromaufw\u00e4rts v. Schlattenbach rechts: K\u00f6gler Peter 80% Schaden, Berghof, Panbauer, Hengsthof, Mock, Sonnleitner, Brennerstachl, Hei\u00dfenberger 53 u. 54 zu 100% bei Gerste und Hafer. <strong>Wir selbst 300 kg Hafer in Stanghof angebaut, der so sch\u00f6n war dass wir auf 3.000 kg rechnen konnten u. bekamen nicht einmal den Samen.<\/p>\n<p>Am 23. 07. 946 war das kleine Lastauto fahrf\u00e4hig welches Herr Wagner aus Walpersbach von einem welches die Russen stehen gelassen haben hergerichtet hat. Ein 1 Tonnen Wagen.<br \/>\n(Am 01. Juli 946 kam Franz Lechner als Chauffeur zu uns).<\/p>\n<p>Am 12. 08. 946 wurde das Telephon vom unteren Haus N 16 in das Haus N 115 angeschlossen. Im Haus N 16 wird gleichzeitig Licht u. Wasserleitung eingebaut.<\/strong><\/p>\n<p>Am 29. 09. 946 war eine gro\u00dfe Bitt- u. Danksagungs Wahlfahrt zu Maria Schnee von der \u00d6st. Volks Partei veranstaltet worden. Windbichler Wirt musste 3.000 Stk. Knackw\u00fcrste liefern. Bier, Wein, Cigaretten wurden v. der Partei beigestellt. Nachmittag wurde in der Lichtenegger Pfarrkirche ein feierlicher Segen, nachher Ansprachen u. Belustigungen abgehalten.<\/p>\n<p>Die Brandst\u00e4tte v. Fa. Roggenburg welche vom 01. 04. &#8211; 02. 04. 945 von den Russen angezunden wurde kann die Gemischtwarenhandlung auf den Namen Maria Roggenburg (Tochter) ab 15. 10. 946 in Betrieb gesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Am 19. 10. 946 \u00fcberstellten wir die 5j\u00e4hrige Stute (Luci) welche wir v. Schramel Katzelsdorf eingetauscht haben nach Pottschach bei Neunkirchen zur Operation an Hufkrebs. Die Operation wurde am 20. 10. vorgenommen. Am 26. 11. 946 wurde die Stute von Pottschach nach Hause gebracht.<\/strong><\/p>\n<p>Am 02. 12. 946 er\u00f6ffnete Albin Bernhard B\u00e4ckermeister sein Gesch\u00e4ft wieder. <\/p>\n<p>Am 31. 12. 946 um 1\/2 6 Uhr abends brannte das Haus v. Tschurrek in Hart (vormals Milchrahm, Elternhaus der K\u00f6glerwirtin) nieder. Ursache elektr. Kurzschluss.<\/p>\n<p>Am 31. 01. 947 brannten um 3 Uhr nachmittags abermals die \u00fcbrigen Wirtschaftsgeb\u00e4ude bei Tschurrek in Hart ab. Stroh, zu nahe beim Rauchfang entz\u00fcndete sich beim Brotbacken. Herr u. Frau Tschurrek waren nicht zu Hause.<\/p>\n<blockquote><p><strong><em>Hier enden die Eintragungen meines Gro\u00dfvaters, der wenige Tage danach, am 05. 02. 1947 verstorben ist.<\/p>\n<p>Die weiteren Eintragungen stammen teils von meiner Gro\u00dfmutter, teils von meinem Vater, doch sie verflachen inhaltlich zunehmend und werden dann nur noch sporadisch vorgenommen und schlie\u00dflich gar nicht mehr.<\/p>\n<p>Aber \u00fcber die Zeit nach 1945 gibt es, Gott sei Dank, genug Aufzeichnungen und Ver\u00f6ffentlichungen! <\/em><\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=27\">&lt;&lt; Voriges Kapitel<\/a> | <a href=\"http:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/?page_id=29\">N\u00e4chstes Kapitel &gt;&gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Ereignisse im M\u00e4rz 1938 und der Wirren zum Kriegsende 1945) Mein Gro\u00dfvater Johann (II.) W. (1866-1947) bezeichnet es zwar als Gedenkbuch ab 1869, angelegt von seinem Vater Johann (I.) W. (1838-1921) und von ihm selbst. Es ist aber nach der Handschrift faktisch alleine sein Werk, wahrscheinlich weitgehend verfasst in den 40er [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":6,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"chapter.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-28","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}