{"id":44,"date":"2007-10-25T22:13:30","date_gmt":"2007-10-25T20:13:30","guid":{"rendered":"http:\/\/wibi.homeip.net\/wp_fam\/?page_id=44"},"modified":"2007-10-25T22:13:30","modified_gmt":"2007-10-25T20:13:30","slug":"interessante-dokumente","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wibi.homeip.net\/hub\/familie\/titelseite\/interessante-dokumente\/","title":{"rendered":"Interessante Dokumente"},"content":{"rendered":"<p>In unserem sogenannten \u201ealten Haus\u201c, das nach einigen Angaben schon um 1470, nach anderen um 1500, bestand und urspr\u00fcnglich eine Kapelle zum hl. Michael war \u2013 es existierte in Bromberg eine Michaelsbruderschaft \u2013 spielte sich ab 1819, nach der Heirat von Peter Windbichler, geb. 1784, mit der Tochter Anna Maria der Witwe Lang (wiederverehelichte Wazilek), der dieses Haus vorher geh\u00f6rte, das Leben meiner Windbichler-Vorfahren bis in die 20er-Jahre des 20. Jhdts. ab.<\/p>\n<p>Dieser Peter Windbichler hat vor seiner Heirat nur ein kleines H\u00e4usl beim Karnerbrunnen Richtung Hofst\u00e4tten gehabt und beim Haberbichler gewohnt. Das wieder war der Vorg\u00e4nger vom Karnerwirt-Windbichler.<\/p>\n<p>In unserem \u201ealten\u201c Haus wohnten sie nicht nur und f\u00fchrten dort auch ihren Kr\u00e4merladen, sondern mein Urgro\u00dfvater verwaltete dort in einem recht kleinen Zimmer sowohl seine Postangelegenheiten ab 1869, seine Gemeindeobliegenheiten ab 1876 und schlie\u00dflich auch die Raiffeisenkassenagenden ab 1894.<\/p>\n<p>Sein Vorg\u00e4nger als B\u00fcrgermeister d\u00fcrfte ihm alle von ihm und seinen Vorg\u00e4ngern angesammelten Dokumente \u00fcbergeben haben. Mein Urgro\u00dfvater hat sie in den 43 Jahren als Bromberger B\u00fcrgermeister verwahrt und dann gingen sie an seinen Sohn \u00fcber, der ihm ja als B\u00fcrgermeister von 1919 bis 1937 folgte. Auch dieser, mein Gro\u00dfvater, d\u00fcrfte sich, umso mehr als er zum Zeitpunkt 1919 schon l\u00e4ngst aus dem Haus Nr. 115 (heute Hauptstrasse 13) in sein neu errichtetes Haus Nr. 16 (heute Markt 16) \u00fcbersiedelt war, wenig um diese alten Schriften der Gemeinde gek\u00fcmmert haben, wogegen er die uns betreffenden sehr s\u00e4uberlich sammelte und an meinen Vater und dieser sie sp\u00e4ter an mich \u00fcbergab.<\/p>\n<p>Die Wirren der sp\u00e4ten 30er-Jahre, dann der 2. Weltkrieg und damit wohl auch die allgemeine Meinung, dass es kaum noch was aus der Zeit vor 1945 g\u00e4be, nicht zuletzt, weil ja neben anderen H\u00e4usern auch der Pfarrhof, als ein m\u00f6glicher Hort alter Gemeindedokumente 1945 den Flammen zum Opfer fiel, lie\u00dfen die Bl\u00e4tter und Amtsb\u00fccher weiter \u201eim Dunkeln\u201c des Dachbodens unseres Hauses Nr. 115 \u201eschlummern\u201c. Meine Frau und ich haben in den letzten Jahren bei diversen Reinigungs- und Sichtungsarbeiten sto\u00dfweise Dokumente aufgefunden, die in ihrer \u00fcberwiegenden Anzahl der Gemeinde geh\u00f6rt haben m\u00fcssen.<br \/>\nIm Sommer 2001 habe ich diese Dokumente, fast ausschlie\u00dflich in kurrenter Schrift verfasst, gesichtet, weitgehend geordnet (und einige meine Sippe betreffende f\u00fcr uns aussortiert) und dann der Gemeinde \u00fcbergeben. Dort herrschte \u00fcber diesen Sto\u00df an alten Schriften, deren \u00e4lteste aus 1619 ist, ungl\u00e4ubiges Erstaunen. Es war aber auch ein Stapel von gut einem Meter H\u00f6he, mit allerlei Vertr\u00e4gen, Pakten, Anordnungen der Grundherrschaft, Schuldregistern, Namensregistern, Zehentlisten und nicht zuletzt mit einem Gemeinderatsprotokollbuch von 1876 bis 1893.<\/p>\n<p><strong>Es bleibt mir nur die Hoffnung und der Wunsch, dass die heutigen Gemeindeverantwortlichen aus diesen Unterlagen eine ordentliche, ausstellenswerte Dokumentation machen. Damit das Aufbewahren durch die Jahrhunderte nicht (ganz) umsonst war!<\/strong><\/p>\n<p><em>Hinweis: Einige dieser Dokumente habe ich aus dem Kurrent &#8220;\u00fcbersetzt&#8221;. Diese sind hier dargestellt. (Die Dokumente sind so formatiert wie sie auf dem Original erscheinen!)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserem sogenannten \u201ealten Haus\u201c, das nach einigen Angaben schon um 1470, nach anderen um 1500, bestand und urspr\u00fcnglich eine Kapelle zum hl. 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